29.01.2026
ÖKB Stainz war Teil des Festaktes in der Gablenz-Kaserne
In einem militärisch exakten Festakt wurde in der Gablenz-Kaserne im Beisein von BM Klaudia Tanner, LH Mario Kunasek und der Militärmusik Steiermark der Spatenstich für die neue Panzerwerkstatt absolviert. Oberst Manfred Spari, der Leiter des Heereslogistikzentrums Graz, sprach von der Wichtigkeit, das Material einsatzfähig zu halten.
GRAZ/STAINZ. Aus den Festreden war klar abzulesen, welch enormen Stellenwert der Neubau des Werkstätten Gebäudes für die Kaserne und für das Österreichische Bundesheer hat. Am vergangenen Donnerstag wurde im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und LH Mario Kunasek der Spatenstich vorgenommen. Als Moderator führte Amtsdirektor Werner Feyertag durch den Festakt, der mit dem Einmarsch der Militärmusik Steiermark mit Kplm Obst Hannes Lackner, dem Ankündigungssignal und der Meldung von Obstlt Andreas Mesch an die Ministerin seinen Anfang nahm.
Aufstellung genommen hatten neben der Militärmusik der Ehren Zug des JgB 17 Straß, der Insignien Trupp, die Kasernenmitarbeiter und die Abordnung mit Fahnengruppe des Kameradschaftsbundes Stainz. Nach dem Abschreiten der Front unter den Klängen des Präsentiermarsches nahm Obst Manfred Spari, Leiter des Heereslogistikzentrums Graz, die Begrüßung vor.
Angelpunkt zur Wirtschaft
"Der Aufbauplan 2032 wird Realität", sprach er vom neuen Werkstattgebäude als einem Zeichen des Fortschritts und einer verbesserten Infrastruktur in der Betreuung der Pandur-Flotte. Er hieß Ministerin Klaudia Tanner, LH Mario Kunasek, GenMjr Alexander Platzer, Johannes Sailer, Brigadier Heinz Zöllner, Stefan Herzog, die Geistlichkeit Sascha Kasper (kath.) und Manfred Wallgram (evang.) und Vertreter der Baufirmen sowie die Besuchenden willkommen. "Sie sind taktisch und operativ hoch beweglich", stufte GenMjr Alexander Platzer (Dion 4) den Pandur-Panzer als System der Zukunft mit großem militärischen Wert für die Kampfkraft im Feld ein.
Werkstoffe, Verfahren, Elektrifizierung und Digitalisierung kämen aber nicht ohne effiziente Wartung aus. Die neue Werkstatt würde diesem Erfordernis entsprechen und einen Dreh- und Angelpunkt zur Wirtschaft darstellen. Über weitere Bauvorhaben (zB die Werkstätte in Straß) informierte Hofrat Johannes Sailer (Dion 7). "Die Mission vorwärts schreitet gut voran", bezeichnete er die sechs Bearbeitungsplätze wichtig für Effizienz und eine rasche Einsatzfähigkeit. "In einem Jahr sehen wir uns wieder", bezifferte er die Kosten für die verbaute Bruttogeschoßfläche von 2.080 qm mit 6,3 Mio. Euro.
Keine Insel der Seligen
"Es ist wie ein Heimkommen", bezeichnete LH Mario Kunasek, der vor sieben Jahren selbst Verteidigungsminister war, den Neubau als einen weiteren Schritt der Modernisierung des Bundesheeres. Er zeige die Ernsthaftigkeit einer starken Landesverteidigung sowohl auf technischem als auch auf personellem Gebiet. Dann ein klares Bekenntnis: Ja, für eine sichere Heimat brauchen wir die Verlängerung des Grundwehrdienstes! HLogZ-Leiter Manfred Spari und seinem Team wünschte er für die Zukunft das Beste.
Es ist ein klares Bekenntnis zur Mission vorwärts", erinnerte BM Klaudia Tanner an Zeiten in Österreich, in denen dem Bundesheer wenig militärische Bedeutung zugestanden wurde. "Wir sind keine Insel der Seligen", führte sie das jüngst veröffentliche Risikobild des Bundesheeres an, das Zweifel an der bestehenden Ordnung hegt. "Ein Schulterschluss ist notwendig", hoffte sie auf eine breite Zustimmung in der Koalition zur Verlängerung der Wehrpflicht. Zum Wohl der Bevölkerung, wie sie anfügte, die sich 2013 in einer Volksbefragung ja für die Beibehaltung ausgesprochen hatte.
Ortsverband Stainz
Nach dem Niederholen der Flagge zu den Klängen der Bundes- und der Landeshymne erbat Obstlt Andreas Mesch von der Bundesministerin weitere Befehle, die mit dem Ausmarsch der beteiligten Formationen auch erfolgten. Danach traf sich die Gruppe des Ortsverbandes Stainz mit Frau BM Klaudia Tanner zu einem kurzen Gespräch. "Das Wirken des Österreichischen Kameradschaftsbundes hat meine volle Zustimmung", bedankte sie sich für die Beteiligung am Festakt und wünschte dem Verein weiterhin viel Freude bei seinen Aktivitäten.
Die Stainzer Delegation war als einzige Abordnung des Kameradschaftsbundes zur Spatenstichfeier eingeladen worden. Die 15 Personen starke Abordnung war von einem Großraumbus des Bundesheeres abgeholt und nach dem Mittagessen wieder nachhause gebracht worden. "Darauf dürfen wir wohl zu Recht stolz sein", nahm Obmann Olt a.D. Franz Hopfgartner als Vertreter des Heimatortes von Oberst Manfred Spari den Dank an den Ortsverband für die Ausrückung und die Teilnahme am Festakt entgegen.